Formula Student

 

Die Formula SAE ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb, bei dem Studententeams aus der ganzen Welt mit selbst konstruierten und gefertigten Rennwagen gegeneinander antreten. Die Formula SAE wurde 1981 in den USA das erste Mal ausgetragen. 1999 kam der Wettbewerb als Formula Student in England erstmals nach Europa. Mittlerweile gibt es Wettbewerbe auf der ganzen Welt. Da es sich um einen Konstruktionswettbewerb und nicht um ein reines Rennen handelt, gibt es nicht nur dynamische Disziplinen, bei denen das Auto fährt, sondern auch so genannte statische Disziplinen. Zur Ermittlung des besten Fahrzeugs im Wettbewerb bewertet eine Jury von Experten aus dem Motorsport sowie der Automobil- und Zulieferindustrie jedes Konzept unter 7 Gesichtspunkten.

Diese Bewertungskriterien teilen sich auf in die statischen und dynamischen Disziplinen. Die statischen Disziplinen bestehen aus dem „Design Report“, dem „Cost Report“ und dem „Business-Plan“. Im „Design Report“ präsentieren die Teams der Jury ihre konstruktiven Lösungen und erläutern diese in einer Diskussion. Beim „Cost Report“ besteht die Aufgabe in der akribischen Dokumentation aller Kosten, die bei einer Serienproduktion pro Fahrzeug entstehen würden. Im „Business-Plan“ schließlich erläutern die Studenten dem Bewertungsgremium ihre Lösungen zum Aufbau einer kommerziellen Serienfertigung.

Darauf folgen mit „Acceleration”, “Auto-Cross”, „Skid Pad“ und „Endurance“-Wettbewerb die dynamischen Disziplinen. Bei der „Acceleration“ wird eine Beschleunigungsmessung über eine Distanz von 75 Metern durchgeführt. Top-Fahrzeuge erreichen hier Geschwindigkeiten von über 100 km/h in weniger als vier Sekunden. Beim „Autocross“ fahren die Rennwagen auf einer 650 Meter langen Strecke, bestehend aus kurzen Geraden und vielen engen Kurven. Die Rundenzeiten dienen hier als Indikator für die Fahrdynamik- und Handling-Qualitäten der Rennwagen. Die Resultate des „Autocross“ bestimmen die Startreihenfolge beim abschließenden „Endurance“-Wettbewerb. Zuvor jedoch wird in der Disziplin „Skid Pad“ eine enge Acht gefahren, um die maximal erreichbare Querbeschleunigung zu ermitteln. Im „Endurance“-Wettbewerb schließlich fahren die Rennwagen über eine Distanz von 22 Kilometern, um ihre Verlässlichkeit unter Langzeitbedingungen unter Beweis zu stellen.

Zwischen den Teams herrscht immer eine sehr offene und kollegiale Atmosphäre. Es gibt größtenteils keine Geheimhaltung, wie beispielsweise in der Formel 1. Neue Teams können sich Rat und Tipps von erfahrenen Teams holen und vor allem auf den Wettbewerben tauschen sich die Teams rege untereinander aus.